Der Dreiherrenstein

Auf dem 488,5 m ho­hen west­li­chen Aus­läu­fer des Hel­dra­steins be­fin­det sich ein Grenz­stein, der für die­se Er­he­bung na­mens­ge­bend ist. Auf dem Drei­her­ren­stein stießen die Ge­bie­te drei­er Her­ren zu­sam­men.Dreiherrenstein

Es wa­ren die Ter­ri­to­ri­en der

  • Herr­schaft Hes­sen mit den Or­ten Ram­bach, Weißen­born, Hel­dra,...
  • Herr­schaft Tref­furt mit den Or­ten Groß­bursch­la, Un­ter­dorf Schnell­manns­hau­sen,...
  • Herr­schaft Ei­se­nach mit den Or­ten Ober­dorf Schnell­manns­hau­sen, Schrap­fen­dorf, Hat­ten­ge­hau, Vol­te­ro­de, Wolf­manns­ge­hau,...

So wie sich im Lau­fe der Ge­schich­te die Herr­schafts­ver­hält­nis­se wan­del­ten, so än­der­ten sich häu­fig auch die Grenz­ver­läu­fe.

Erst nach den Be­frei­ungs­krie­gen wur­de in be­son­de­ren Ver­trä­gen in den Jah­ren 1816, 1817 und 1834 der ge­naue Grenz­ver­lauf be­stimmt und ver­mes­sen.

Dreiherrenstein

Die mei­sten Grenz­stei­ne im Um­feld des Hel­dra­steins stam­men aus dem Jahr 1837. Sie tra­gen die In­iti­al­en KH/KP (Kur­für­sten­tum Hes­sen / Kö­nig­reich Preußen), KH/GSW (Kur­für­sten­tum Hes­sen / Groß­her­zog­tum Sach­sen-Wei­mar) oder KP/GSW (Kö­nig­reich Preußen / Groß­her­zog­tum Sach­sen-Wei­mar).

Der Drei­her­ren­stein selbst trägt die Auf­schrif­ten KP Reg. Bez. Cas­sel/KP Reg. Bez. Er­furt/GSW. Er muß al­so in der Zeit nach 1866 auf­ge­stellt wor­den sein, als Hes­sen be­reits zu Preußen ge­hör­te.

Im Jahr 2002 wur­de der Stein von Grund auf re­stau­riert und mit drei neu­en Bron­ze­pla­ket­ten ver­sehen. Des wei­te­ren erklärt ei­ne Ge­denk­tafel den hi­sto­ri­schen Grenz­ver­lauf am Drei­her­ren­stein.